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Tischlerei Svoboda
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Raumlüftung

Aufgaben der Raumlüftung

Die Reduzierung der Lustfeuchtigkeit ist nicht die einzige Anforderung, die an eine moderne Raumlüftung gestellt wird. Ein kontinuierlicher und ausreichender Luftaustausch ist für den Bewohner eines Gebäudes äußert wichtig. Dafür gilt es verschiedene Kriterien  zu erfüllen.

  • Regulierung der Raumluftfeuchtigkeit
  • Austausch der verbrauchten Atemluft
  • Abtransport von Geruchs- und Schadstoffen
  • Regulierung der Raumlufttemperatur

Raumlüftungsarten

Bei der Spaltlüftung wird das Fenster nur zu einem gewissen Teil geöffnet. Bei den Standard-Dreh-Kipp-Fenstern wird in der Regel der Flügel gekippt. Durch die Spaltlüftung wird nur ein bedingter Luftaustausch erzielt, was zur Folge hat, dass über lange Zeiträume gekippt wird. Durch die stärkere Auskühlung der Fensterlaibung ist die Gefahr von Tauwasserschäden noch größer.

Die wesentlich effektivere Art, die Raumluft auszutauschen, ist die Stoßlüftung. Der Fensterflügel wird dabei komplett geöffnet und die Luft wird innerhalb von 4 – 10 Minuten ausgetauscht. Bei der Stoßlüftung werden auch die Energieverluste minimiert. Durch den sehr schnell stattfindenden Luftaustausch tritt keine Auskühlung der Bauteile auf.

Bei der Querlüftung geht der Luftaustausch noch schneller vonstatten. Schon innerhalb von 2-4 Minuten wird die Raumluft komplett ausgetauscht. Dazu müssen alle Fenster und Türen geöffnet werden, so dass ein Durchzug entsteht.

Taupunktkurve zur Bestimmung der Taupunkttemperatur 

Der Taupunkt bezeichnet diejenige Temperatur, bei der Luft einer bestimmten Ausgangstemperatur und relativen Luftfeuchte nicht mehr in der Lage ist, mehr als die ursprüngliche Wassermenge aufzunehmen. Für eine Raumluft mit einer Temperatur von 20 C und einer relativen Luftfeuchte von 50 % bedeutet dies, dass in der Luft 50 % der maximal möglichen Menge Wasser gelöst sind. Findet eine Abkühlung auf 9,3 C statt, so steigt die relative Luftfeuchte auf 100 % an, d.h. die 9,3 C warme Luft ist mit Wasser gesättigt. Findet eine weitere Abkühlung der Luft oder an Berührungsflächen statt, so kommt es zu Tauwasserausfall, da die Luft das Wasser nicht mehr aufnehmen kann. Die i.A. angeführte Tabelle gibt hierzu die Taupunkttemperaturen der Luft bei verschiedenen Luftfeuchten an. 

Bei einer Temperaturveränderung von 1°C nach oben verschiebt sich die Relative Luftfeuchte (RLf) um 2-3% nach unten. Senkt man die Raumtemperatur ab, wird folglich die RLf angehoben.

Besondere Hinweise zu nutzungsspezifischen Klimabedingungen

In der ÖNORM B-8110 Teil 2 ist unter Punkt 4.1 (Innenluftbedingungen) angeführt.

1) Grundsätzlich sind die durch die jeweilige Nutzung vorgegeben Innenluftbedingungen (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) heranzuziehen und bei der Planung festzulegen.

2) Ist keine Innenluftbedingung vorgegeben, so gelten für Wohnungen folgende Raumklimadaten:

  • bei Außenlufttemperatur te >0°C,...,rel. Luftfeuchtigkeit (Lf) = max.65%
  • bei Außenlufttemperatur te <0°C,...,rel. Lf = 65%, vermindert um 1K unter 0°C,-   

zum Beispiel: max. 50% relative Lf bei te –15°C Außenlufttemperatur)

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